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Wenn Stress zur Krankheit wird

Wer einen Angehörigen pflegt, stellt die eigenen Bedürfnisse oft über Jahre zurück. Ein Blick darauf, wie sich diese Dauerbelastung im Körper zeigen kann und was Ihnen helfen kann, selbst gesund zu bleiben.

In meiner Praxis begegnen mir immer wieder Patientinnen und Patienten, die neben Beruf und Familie auch die Pflege eines Angehörigen übernehmen, oft über Jahre, manchmal über Jahrzehnte. Was zunächst als selbstverständliche Fürsorge beginnt, kann sich mit der Zeit zu einer erheblichen körperlichen und seelischen Belastung entwickeln. Häufig ist es dabei gar nicht die Pflege selbst, die krank macht, sondern das Fehlen von Unterstützung, Anerkennung und eigenen Erholungsphasen über einen langen Zeitraum.

Wie sich Dauerbelastung im Körper zeigt

Pflegende Angehörige berichten mir oft von einer Kombination körperlicher und seelischer Beschwerden. Körperliche Belastung durch Heben, Stützen und Umlagern trifft dabei auf permanente Verantwortung, auf Sorgen um die Gesundheit des Angehörigen und häufig auch auf Auseinandersetzungen mit Ämtern und Krankenkassen. Kommt dazu noch das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen, ohne feste Ruhephasen oder Urlaub, gerät das Nervensystem über lange Zeit in einen Zustand dauerhafter Anspannung.

Die folgenden Faktoren tragen nach meiner Erfahrung dazu bei, dass sich gesundheitliche Beschwerden bei pflegenden Angehörigen häufen: körperliche Belastung durch Heben, Stützen, Umsetzen und Umlagern, chronischer Stress durch ständige Verantwortung und Ärger mit Ämtern und Anträgen, lange Pflegezeiten mit fehlenden Erholungsphasen, emotionale Belastung durch Sorgen um die Gesundheit des Pflegebedürftigen, permanente Erreichbarkeit mit dem Gefühl, immer bereit sein zu müssen, ein Mangel an Anerkennung durch fehlendes Verständnis oder Unterstützung aus dem Umfeld, sowie Isolation durch kaum Zeit oder Möglichkeit für soziale Kontakte und eigene Interessen.

Spüren Sie eines oder mehrere der folgenden Warnsignale, ist es Zeit, genauer hinzuschauen: körperlich etwa Verspannungen, Kopf- und Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden wie Bluthochdruck oder Herzrasen, Sehstörungen oder Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen und eine erhöhte Infektanfälligkeit durch ein geschwächtes Immunsystem. Seelisch etwa eine dauerhafte Überforderung und eine verminderte Fähigkeit, sich zu erholen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit und innere Unruhe, Konzentrationsstörungen sowie Erschöpfung bis hin zu Burnout.

Kleine Schritte, die einen Unterschied machen können

Aus meiner Erfahrung sind es oft die kleinen, regelmäßigen Dinge, die pflegenden Angehörigen helfen, wieder mehr Kraft zu finden. Dazu gehört, sich Unterstützung zu holen, von der Familie, von Freunden oder von professionellen Pflegediensten, und diese Hilfe auch anzunehmen. Der Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen kann entlasten, ebenso wie Bewegung an frischer Luft, eine bewusste Ernährung und Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Atemübungen. Auch bewusst eingeplante Pausen, selbst wenn sie nur kurz sind, sowie Zeit für ein eigenes Hobby, ob Stricken, Lesen oder Gärtnern, können nach meiner Erfahrung viel bewirken, um dem Nervensystem regelmäßig kleine Erholungsmomente zu geben.

Sie können nur helfen, wenn es Ihnen selbst gut geht. Setzen Sie Prioritäten und erlauben Sie sich Pausen, nicht als Ausnahme, sondern als festen Bestandteil Ihrer Fürsorge für andere.

Die Natur hält viele Ansätze bereit, die das Wohlbefinden unterstützen können. Ich begleite Sie gerne dabei, mehr über Heilpflanzen zu erfahren und individuelle Wege für Ihr Wohlbefinden, etwa zur Stressresilienz, zu entdecken. Melden Sie sich einfach bei mir unter info@eben-gesund.de, um mehr über die verschiedenen Möglichkeiten zu erfahren und eine maßgeschneiderte Beratung zu erhalten. Ich freue mich darauf, Sie auf Ihrem Weg zur Linderung und zum Wohlbefinden zu unterstützen.

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